25.02.2016

So langsam kann der Winter aber mal vorbei sein

Mal wieder ein Post, der damit anfängt, dass ja so lange nichts mehr passiert ist, aber das hat Gründe - klar.
Im Winter unternimmt man nicht so viel, sondern zieht sich eher zurück bei einem Glas Wein vor den hauseigenen Kamin. Das Wetter zeigt sich gerade derzeit von seiner unfreundlichen Seite, viel Wind und Feuchtigkeit und kaum mehr als 5 Grad.
Und dann kommt dazu, dass wir nach mehr als anderthalb Jahren in London vieles schon für normal halten, was uns vor unserer Ankunft hier noch exotisch vorkam. Wir haben uns an so viel gewöhnt, wie die immervolle U-Bahn, die schönen Pubs, die Museen und Konzerte, so dass wir kaum etwas in einen Post hier fassen. Deshalb hier mal ein paar Sachen zusammen in einem Post. Eigentlich bekommt Ihr jetzt vier Posts zum Preis von einem:


Wir waren im Zoo, weil Nora, meine Nichte, da gearbeitet hat und wir die Chance hatten Giraffen zu füttern. Der Zoo ist nicht unbedingt etwas was bei keinem London-Besuch fehlen darf, aber er ist klassisch schön und hat alles was ein Zoo braucht. Danke, Nora.
Das "Hans Mansion" direkt neben Harrod's

Von Antja habe ich schon letztes Jahr die 50 City Walks durch London (nicht ohne Hintergedanken) geschenkt bekommen und so haben wir inzwischen schon ein paar davon absolviert. Z.B. Knightsbridge mit Harrod's oder auch ein Spaziergang durch das regnerische Soho.

Hammersmith Bridge in Chiswick
Letztes Wochenende waren wir dann auf einer Tour durch Chiswick, ein Stadtteil im äußersten Westen Londons, entlang der Themse und da hat es dann so stark geregnet, dass wir trotz Museumsbesuch und einem Bier im Pub an der Themse auf der Hälfte abgebrochen haben.


Bei Joe Jackson waren wir auch noch. Der ist diesmal im Palladium aufgetreten, einem anderen altehrwürdigen, viktorianischen Theater mit Plüschsesseln. Es war - wie zu erwarten - ein Superkonzert, Stimmung gut, Sound klasse und Joe gut aufgelegt.

So nah haben wir nicht gesessen, aber ich habe einen guten Zoom
Und jetzt steht als nächstes Opernbesuch, die Vervollständigung unserer Chiswick-Walks und hoffentlich der Frühling an. Darüber hinaus haben wir jetzt auch wieder einen vollen Kalender was Besuche bei uns angeht. Im Frühjahr geben sich unsere Gäste die Klinke in die Hand.



30.12.2015

Pubs in England - ein Lobpreis

Wer ab und zu auch mal in das Mobile-Blog reinschaut oder auch die Bilder, die nach Facebook wandern, wird sehen, dass wir recht häufig in Pubs gehen, und das liegt nicht in erster Linie daran, dass wir Quartalssäufer sind, sondern daran, dass die Pubs in England wirklich netter, gemütlicher und einladender als die meisten Kneipen in Deutschland sind. Deshalb hier ein Lob auf all die wunderschönen und ansprechenden Pubs und der durch sie transportierten Kultur. So isses nämlich, Pubs sind nicht nur einfach Orte in denen man es sich gut gehen lässt und sich ein IPA hinter die Binde gießt, nein sie sind auch Teil der englischen Kultur und werden entsprechend gepflegt. Viele der Pubs stehen inzwischen sogar unter Denkmalschutz.
Orange Tree Pub in Richmond (2nd Grade = denkmalgeschützt)

Was macht diese Pubs so liebenswert? Als erstes ist es die Einrichtung. Idealerweise ist ein Pub gestaltet wie ein großes Wohnzimmer mit vielen Ledersofas, flauschigen Teppichen, einem großen Kamin, niemals einfach nur rechteckig, sondern mit Nischen und Nebenzimmern und in der Mitte findet man dann das Schmuckstück, eine große Theke aus Eichenholz.

Tresen im New Inn in Ham

Getränke und auch Essen bestellt man immer an der Theke. An den Tisch kommt die Bedienung nur ab und zu vorbei, um abzuräumen und um bestelltes Essen zu bringen. Gute Pubs verfügen im Schnitt über mindestens 10 verschieden Biersorten vom Zapfhahn und mindestens zwei Cider ebenfalls aus dem Hahn. Bei den Bieren wird unterschieden zwischen Lager, Stout, Bitter und Ale. Und da die Engländer sich gerne international gibt, findet man auch zwei oder drei Importbiere darunter, z.B. Peroni, Stella Artois, Heineken. Kann man auch trinken, besser aber man bleibt bei den lokalen Bieren und noch besser bei Bieren aus kleinen Brauereien, wie z.B. das vortreffliche Punk IPA von Brewdog oder das Camden Pale Ale aus der Camden Town Brewery. Wem das nicht ausreicht für den gibt es noch jede Menge Biere und Ciders aus der Flasche und natürlich bietet ein Pub auch Wein und sogar Prosecco, davon ist in England aber eher abzuraten (zu teuer, zu süß).


Bier und Cider wird traditionell im Pint oder auch im halben Pint ausgeschenkt (ein Pint = 568 ml) und traditionell wird das Glas auch immer randvoll gemacht, so dass man gar keine Chance hat, das Bier oder den Cider ohne Verschütten von der Theke zum Tisch zu bringen. Also trinkt man schon mal ein paar Schlucke an der Theke ab. Dass das Glas immer randvoll gemacht wird, liegt auch daran, dass die Engländer den Eichstrich für Teufelszeug halten und hier niemand Schaum trinken möchte, außer vielleicht bei einem frischen Guinness.

Links ein randvoller Cider und rechts ein IPA

Beim Essen sollte man jetzt keine kulinarischen Sensationen erwarten. Die typische Pub-Küche umfasst meistens 5-10 Starters und noch einmal so viele Mains, der eigentliche Hauptgang. Dazu gehört meistens ein Burger (Cheese-, Gourmet-, Ham- oder was auch immer-Burger), das klassische Fish & Chips und mindestens ein vegetarisches Gericht.
Fish & Chips wird meistens in der Karte unter anderem Namen getarnt z.B. "Battered haddock with hand salted triple-cooked chunky chips" oder "Smoothly beer-battered cod with our own version of tasty fries". Wenn man diesen dann bestellen will, entspannt sich in etwa dieser Dialog:
Ich: "I would like to have the Battered Haddock"
Waiter: "Ok, one Fish & Chips for you"

Eine gute Alternative zu Fish & Chips: Fish-Board für zwei

Nachtisch, Dessert, gibt es natürlich auch und die haben es oft in sich, kalorienmäßig. Kann man aber fast immer empfehlen, am besten man teilt sich was.

Nicht alle Pubs haben jeden Tag auch warmes Essen im Angebot, und wer nur was knabbern will bestellt zu seinem Bier dann Chips (engl. crisps) oder auch Nüsse dazu. Immer wieder gut, natürlich die klassischen Salt & Vinegar Crisps.
Und dabei kommt man wie so oft in England sehr leicht ins Gespräch mit dem Nebenmann an der Theke oder auch am Nachbartisch. Anders als in Deutschland ist in jedem Pub das Publikum wild gemischt. Es gibt keine Pubs für die Jungen und andere für die Älteren. In den beliebtesten Pubs treffen hier die Bauarbeiter beim Feierabendbier auf die Banker die noch ein Lager mit Kollegen trinken, bevor sie sich in den Vorortzug setzen. Und dann mischt es sich auch wirklich. Trennendes Element hier ist nicht Klassenzugehörigkeit, Geschlecht oder Alter sondern dann am ehesten der Fußballklub, also Arsenal, Chelsea oder Tottenham.

Tap on the Line, Kew
Und so ist jeder eingeladen einen Abend in einem der vielen schönen Pubs hier zuzubringen. Ein oder zwei Pints, einen guten Burger und dann noch einen "spotted dick" und schon gehört man dazu. Übrigens ist das bei uns auch schon Standard, dass wir Besuch als erstes mit in einen unserer Lieblings-Pubs mitnehmen.



22.12.2015

Caro Emerald im Hammersmith Apollo - a night like this

und gleich noch ein Konzert hinterher.
Was haben wir schon alles hier gesehen, dieses Jahr war prall gefüllt mit ganz ausgezeichneten Konzerten: Calexico in Shepherd's Bush, Mark Knopfler in der O2 Arena, Great Lake Swimmer in Hoxton, Specials, Madness und für mich der bisherige Höhepunkt Squeeze in der Royal Albert Hall. Zum Ende des Jahres sind wir das etwas ruhiger angegangen und haben noch Caro Emerald im Hammersmith Apollo angeschaut.
Guter Titel: A Night like this
Das Hammersmith Apollo ist als Veranstaltungsort für uns super, nicht nur dass es schön plüschig und gemütlich ist, es ist auch von Richmond innerhalb von nur einer halbe Stunde erreichbar. Caro Emerald war glücklich im schönen Apollo auftreten zu dürfen und wir waren glücklich dabei zu sein. Die Band war erste Sahne, der Sound ganz ausgezeichnet abgemischt und der Abend ein voller Erfolg. Für mich fehlt es bei den meisten Songs von Caro Emerald etwas an Tiefe, das tut aber dem Genuss kaum Abbruch. Ist eher so ein mäkliger Intellektuellenkommentar.


Viele gute Swingklassiker gemischt mit einer sympathischen Bühnenshow, was will man mehr.
Danke Caro, danke Band!

20.12.2015

Rugby in Twickenham

...und so schnell kann es gehen. Kaum habe ich ein Rugby-Match auf unsere Bucket List gesetzt, bekommen wir Freikarten für ein Spiel der Harlequins.

Links Cavisano - rechts die Harlequins aus Richmond

Die Harlequins sind der lokale Rugby Club aus Richmond, der in der ersten Liga spielt und auch international mitmischt.  Das Stadion der Harlequins, The Stoop,  steht genauso wie das englische Nationalheiligtum des Rugbys in Twickenham, einem Stadtteil von Richmond, und ist nur einen Steinwurf vom anderen Stadion entfernt.
Hinten zwischen den Tannen das ist das große Rugby Stadion

Wir hatten Karten für das Spiel Harlequins gegen Calvisano, eine italienische Mannschaft, die im Hinspiel in Italien schon 10-50 verloren hatten. Die armen Italiener waren jetzt nach London gefahren, um es etwas besser zu machen. Wir hatten uns ja schon mal beim 6-Nations-Cup im Frühjahr und beim World Cup im September etwas in die Materie eingearbeitet, so dass wir inzwischen schon etwas mehr vom Spielablauf verstehen, aber trotzdem ist es noch ein vertracktes Spiel.
Die Karten haben wir über die Deutsche Börse bekommen, die im Harlequin Stadion eine eigene Box hauptsächlich für Kundenevents unterhält.
Eurex Box in The Stoop
Da die Kunden dieses Wochenende wohl lieber Weihnachtsgeschenke kaufen, waren außer uns noch ein paar andere Kollegen mit Freunden in der Box. Außer prima Sitzen mit klasse Blick aufs Spielfeld bietet so eine Box noch ein (halbwegs) warmes Mittagessen und freie Getränke (d.h. in England immer free beer). Super Service. Ein Experte für Rugby war auch unter den Freunden von Kollegen und der konnte uns das ein oder andere erklären; z.B. was ist ein Scrum, was ist ein Try.
Das Spiel war wie erwartet nicht sonderlich spannend nach dem großen Vorsprung der Harlequins aus dem Hinspiel aber trotzdem sehr sehenswert.
Besonders spektakulär: Der Einwurf
Am Ende gewannen die Harlequins hoch verdient 59-7 und nach der letzten Runde Freibier haben wir uns dann per Fahrrad auf den Heimweg gemacht.
Wer hätte gedacht, dass sich ein Punkt auf der Liste so schnell abhaken lässt.

11.12.2015

Bucket List - was wir noch unbedingt sehen müssen

Oh ist das lange her, seit ich das letzte Mal hier was gepostet habe. Dann mal flugs was neues!
Mein Vertrag hier läuft ja im Sommer nächstes Jahr aus und so wie das aussieht geht es dann wieder zurück Richtung Frankfurt. Da ist es an der Zeit sich mal wieder Gedanken zu machen, was man hier in London noch unbedingt machen oder sehen will. Dazu habe ich jetzt eine Bucket List angefangen, die ich hier im Laufe der Zeit vervollständigen werde. Sollten wir dann diesen Punkt auf der Bucket List tatsächlich abgeschlossen haben, werde ich auch darüber berichten und hier verlinken.

Shoppen
Herrenausstatter in der Savile Row

  • Einen englischen Anzug kaufen
    Ja, das will ich wirklich. Nach 1 1/2 Jahren in London erscheint es an der Zeit, einen schicken Tweed für den Kleiderschrank zu haben.
Sport



  • Nach Ascot zum Pferderennen, am besten in der Royal Ascot Week
  • In Wimbledon ein Tennismatch sehen
  • Zum Ruderrennen Oxford - Cambridge
  • Zu einem Cricket Match
  • und zu einem Rugby Match
    (und schon abgehakt)
  • ein Football Match
Auto 
Motorshow in Uxbridge

  • Auf ein anderes Autoklassiker-Treff mit dem Reliant fahren
  • Ein Londoner Cab fahren
  • Einen Nissan Figaro ausprobieren
Veranstaltungen / Musik
Royal Opera (Covent Garden)
  •  In die Royal Opera gehen
    (Extrem teuer - soll das Geld aber wert sein)
  • Ein Konzert im Londoner Palladium besuchen
    (OK, das ist jetzt leicht gepfuscht, weil ich schon Karten für Joe Jackson im Februar habe)
  • Noch ein Konzert in der Royal Albert Hall
    (Auch gepfuscht, dafür habe ich Karten im März für Paul Heaton)
    Update: Das Konzert von Paul Heaton schaffen wir nicht, da sind wir in Urlaub
  • Besuch im Parliament s. http://www.parliament.uk/visiting/
Wer noch andere Vorschläge hat, kann die gerne hier oder per Email mitteilen. Ich bin für alles offen.

04.11.2015

Trends in Prozent - was macht der Londoner im Zug und in der U-Bahn

Da ich ja fast jeden Tag mit dem Zug und mit der U-Bahn fahre und es oft zu eng zum Lesen von großvolumigen Zeitungen ist, widme ich mich z.Z. der Statistik:

1. Was tut der Londoner in U-Bahn und Zug morgens

 Ja, das ist jetzt nicht so überraschend. Der Londoner ist morgens müde, daddelt gerne mit dem Smartphone und liest.
Hier wird gerade mehr geschlafen als gedaddelt

Was für mich neu war, im Vergleich zu Deutschland, sehe ich sehr häufig Frauen in der Bahn, die sich morgens im Zug komplett schminken. Letztens habe ich eine Frau gesehen, die sich inmitten des gut gefüllten Zuges auf den Boden hockte, so dass ich dachte, der Dame ist schlecht geworden. Dann zog sie aber einen voluminösen Schminkbeutel heraus und machte sich hübsch für das Büro, kein leichtes Unterfangen in einem Vorortzug.

2. Und was macht der Londoner mit seinem Smartphone



Natürlich habe ich allen Mitreisenden auch über die Schulter geschaut und gecheckt was die meisten mit ihren Handys so machen. Auch hier dominiert einerseits das Schreiben und Lesen von Messages ("komme etwas später in das Meeting, fangt schon mal ohne mich an", "Mike sah gestern so süüüß aus ;-)))))" - lese ich alles mit) und andererseits die Leute, die auf dem Handy ständig Facebook Updates überwachen. Da ich nicht mehr so häufig in Deutschland U- oder S-Bahn fahre, weiß ich nicht, ob sich das mit dem Verhalten der deutschen Pendler deckt.
Interessant ist hier noch, dass viele der Pendler zwei Handys in der Tasche haben, ein Android bzw. iPhone für den privaten Gebrauch und ein Firmen-Blackberry zum Schreiben von Emails. Gespielt wird hier eher weniger im Pendlerzug und in der U-Bahn zur Arbeit, aber ich fahre auch mit den Büromenschen und nicht den Schulkindern. Eventuell sieht das zu einer anderen Uhrzeit ganz anders aus.
Videos werden viel im Zug geschaut, auch auf größeren Tablets. Das liegt daran, dass es hier eine ganz ausgezeichnete App der BBC gibt, die das komplette Fernsehangebot kostenfrei, on demand oder auch zum Download anbietet. D.h. man kann sich abends die gewünschten Beiträge aufs Handy laden und dieses dann am folgende Morgen in der U-Bahn auch ohne Internet-Access anschauen. Auf die Art und Weise kann man dann auf dem Weg zur Arbeit die letzte Folge von "Doctor Who" oder das Finale von "British Bake Off" schauen. Habe ich auch schon mehrfach gemacht.
Ja und es gibt dann auch noch diese ewig Gestrigen, die Ihr Telefon zum Telefonieren benutzen, aber das sind gerade mal noch 2% bzw. eine Handvoll.

3. Und was liest man und wie

Gelesen wird tatsächlich viel. Aber hier hat sich zumindest in London einiges verschoben. Morgens sieht es so aus.
Man sieht: Die gedruckte Zeitung spielt keine allzu große Rolle. Und hier in London werden viele E-Reader, hauptsächlich die Kindles von Amazon, genutzt. Schätze mal es liegt auch daran, dass diese wenig Platz wegnehmen.
Abends sieht es etwas anders aus, da dann der "Evening Standard" das Bild dominiert.
Da es den "Evening Standard" abends an wirklich jeder Ecke für umsonst gibt, lesen fast die Hälfte der Leute, die im Zug lesen, auch den Standard.

Und was mache ich im Zug?

 

Meistens beschäftige ich mich mit einem Buch, wenn es der Platz in der Bahn zulässt und meine Augen nicht zu müde sind. Ich habe inzwischen eine Lesebrille, aber die nehme ich nicht  mit in den Zug. Ab und zu spiele ich auf dem Handy, aber dazu brauch ich meistens Internet und das ist ein rares Gut in Zug und U-Bahn. Chatten via Whatsapp ist auch immer mal wieder dabei. Oft teile ich Antja mit, wo ich gerade bin und ob ich noch rechtzeitig zum Abendessen zu hause bin (wie fast alle Familienväter in der U-Bahn neben mir - obwohl die unterhalten sich mit ihrer Frau und nicht mit Antja). Also bei mir ist alles kaum anders als bei dem Durchschnitts-Londoner

28.10.2015

Top Tipp für einen Sonntag in London

Wir haben ja jetzt schon eine Menge Besuch gehabt, gerade eben sind unsere Nachbarn aus Bad Vilbel wieder zurück geflogen. Und diese Gäste verlassen sich ja gerne auf unsere Expertise, was einen touristisch interessanten Ausflug nach London ausmacht. Deshalb hier mal auch als Dienstleistung an die geneigten Leser, die uns noch nicht besucht haben, ein Abriss für einen idealen Sonntag in London.

1. English Breakfast


Angefangen wird der Tag mit dem klassischen Frühstück englischer Art. Dies kann man in verschiedenen Pubs gerade sonntags morgens bekommen. Ein englisches Frühstück sollte zumindest ein Ei (Spiegelei oder "poached egg"), baked beans, black pudding, ein paar gebratene Pilze und Tomaten sowie einen Toast mit Orangenmarmelade aufweisen.


2. Besuch eines Marktes - Brick Lane

Nach dem Frühstück sollte man sich auf den Weg zu einem Sonntagsmarkt machen; wir empfehlen hier die Brick Lane. Immer noch der wohl quirligste Markt am Sonntag. Es gibt Alternativen wie Brixton oder Camden Lock, aber Brick Lane ist immer noch der Verrückteste und das Zentrum der Hipsterkultur am Sonntag.
Alte Kameras in der Brick Lane
Außer Kameras, Handtaschen, T-Shirts und Poster bietet der Brick Lane Market auch eine vortreffliche Auswahl an exotischen Essensständen. Wer schon immer mal lettisch oder peruanisch essen wollte, findet hier was er sucht.

Das ist ein Stand aus Sri Lanka

Somit ist auch gleich für das Mittagessen gesorgt - falls noch etwas nach dem English Breakfast reinpasst.

3. Die Dachterrasse bei St. Paul's


Nach dem Markt kann man sich auf den Weg westwärts machen und einen wunderbaren Blick über St. Paul's und Umgebung genießen. Direkt neben St. Paul's gibt es eine kleinere Shopping Mall (One New Change), die über eine Dachterrasse verfügt und einen atemberaubenden Blick auf St. Paul's und Umgebung zulässt.
Bei Sonnenuntergang noch besser
Wer also verpasst hat, sich Tickets für unsere andere Empfehlung, den Sky Garden, zu besorgen, kann hier einen Blick auf das Londoner Panorama werfen. Die Dachterrasse ist auch gratis und kann ohne vorherige Reservierung besucht werden. Am besten man sucht im Shopping Center direkt den Aufzug, fährt mit diesem in den 6. Stock und staunt dort dann Bauklötze. Es gibt auch eine schicke Bar auf der Terrasse, so dass man bei einem Cocktail über die Schönheit von St. Paul's diskutieren kann.

4. Millenium Bridge

Wo man jetzt schon mal in der Gegend ist, kann man auch gleich noch von St. Paul's aus über die Millenium Bridge zur Tate Modern flanieren.

Voll ist es hier fast immer
Wer will macht einen Abstecher in die Tate Modern (gratis wie fast alle Museen in London) und schaut sich einen Picasso oder auch eine Beuys-Installation an.

Picasso for free
Wer sich nicht so für Kunst interessiert, kann sich auch einfach weiter an der Southbank entlang der Themse treiben lassen.

5. Abends zum krönenden Abschluss in den Pub

Den Abend beschließt man dann am besten bei einem Bier oder Cider in einem der vielen guten Pubs. Dazu entweder einen Burger oder besser noch Fish & Chips.
Das ist ein sehr netter in Richmond, aber auch in der Londoner Innenstadt gibt es gute Pubs
Und dann lässt man den Tag Revue passieren und diskutiert wieso nicht jeden Tag Sonntag ist.