27.09.2015

Hoxton und die Great Lake Swimmers

Da wir ja jetzt schon über die Hälfte der geplanten Zeit, die wir in London leben wollten, hier sind, haben wir bei manchen Sachen, die wir unternehmen, schon das Gefühl, dass wir das zum letzten Mal machen oder dass wir das unbedingt noch mitmachen müssen. Besonders bei Konzerten beschleicht mich das Gefühl, dass wir von der Sorte nicht all zu viel in Frankfurt und Umgebung erleben werden.
Wir haben ja schon viel im Rhein-Main Gebiet gesehen und mitgemacht nur Konzerte in London sind schon etwas sehr spezielles.

Diesmal standen die Great Lake Swimmers auf dem Zettel, eine kanadische New Folk Band. Und diesmal war es keine Mega-Riesig-Arena sondern ein kleiner Club in Hoxton und das ist natürlich viel besser.
Zuerst haben wir so nahe an der Bühne gestanden, dass die Hosenbeine mitgewippt haben, wenn der Schlagzeuger auf die Bass-Drum eingedroschen hat. Dadrauf haben wir uns weiter nach hinten verzogen und es wurde noch ein prima Konzert.


Besonders gelungen war dann noch der Song "I must have someone else's blues" (s.o.), da durften wir alle mitsingen.

Danach sind wir noch kurz durch das hippe Hoxton und sind dann wieder zurück ins eher beschauliche Richmond gefahren, wo Fuchs und Eichhörnchen sich gute Nacht sagen.

15.09.2015

#LoveRefugees

Das Thema Flüchtlinge ist inzwischen auch in UK angekommen, auch wenn David Cameron und die Tories darüber erst gar nicht reden wollen. Da die Tories ja nächstes Jahr darüber abstimmen lassen, ob Großbritannien überhaupt noch in der EU bleiben soll, war klar, dass die britische Regierung sich auch kaum um Flüchtlinge innerhalb der EU kümmern möchte. UK gehört ja auch nicht zum Schengen Gebiet und hat auch ganz andere Grenzbestimmungen was wiederum zu einigen Problemen in Calais führt.
Aber Großbritannien und London sind ja nicht nur die Tories und die Regierung. Inzwischen werden die Stimmen hier laut, die die Regierung auffordern, die Grenzen zu öffnen und mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Die gesamte Immigrationspolitik steht jetzt auch hier auf dem Prüfstand und das ist gut so. Wenn man sich London so ansieht, kann man sehr gut erkennen wie eine Stadt von Immigranten profitiert. London wäre sehr viel langweiliger und provinzieller ohne den ständigen Zuzug von Migranten. Und so wurden wir von Secret Cinema zu einem extra Abend unter dem Motto #LoveRefugees mit Film und Musik eingeladen.


Das ganze war wie auch die vielen anderen Secret Cinema Events gut organisiert und die Einnahmen gingen zugunsten des Refugee Councils sowie einer gleichzeitigen Filmaufführung in dem Flüchtlings-Camp in Calais.
So sah es in Calais aus

Startpunkt war der schnieke Sloane Square in Chelsea, wo sich die kleine Protestgruppe versammelte (fast so etwas wie eine Demo).


Von da aus ging es zum Veranstaltungsort, der Cadogan Hall. Zu sehen gab es zwei sehr intensive Filme über Flüchtlingskinder, die uns doch etwas bedrückt zurück ließen und Musik von zwei Künstlern.
und so sah es in London aus

Der Sprecher des Refugee Councils, der das ganze moderierte, fasste die Flüchtlingsthematik sehr schön zusammen, in dem er in ungefähr sagte: "Flüchtlinge sind keine Bedrohung, sondern ein Zugewinn für jede Gesellschaft".
Wollen wir mal hoffen, dass David Cameron und die britische Regierung das bald ähnlich sehen.
#LoveRefugees

03.09.2015

Urlaub in Irland

So lange nichts neues hier mehr und das hat auch seinen Grund. Wir waren im Urlaub und zwar in Irland und da habe ich dann nur noch sporadisch Fotos aus meinem Handy gepostet, die man im Nachbar-Blog sehen kann.
Es gibt viel zu sehen in Irland
Und weil Irland ja nicht London ist und dieses Blog ja London Calling heißt, hier nur eine kurze Zusammenfassung:
Wir sind einmal rund herum durch Irland gefahren, d.h. im Südosten gestartet, haben Meer und Sonne genossen,
In Irland hat es schöne Strände und auch mal blauen Himmel
 sind dann nach Dublin rauf und haben dort Kultur und Guinness in uns aufgenommen,
Tresen in Temple Bar
sind weiter nach Nord-Irland, wo die Landschaft aufregend und das Wetter schlechter ist.
Giant Causeway in Nord-Irland, wer sich anstrengt kann sogar Antja auf dem Bild entdecken
Von Nord-Irland sind wir wieder südlich an der Westküste entlang nach Galway gefahren
Galway Hauptstrasse
 haben einen Berg in Connemarra bestiegen, den Diamond Hill,
Für mich hat das sich wie ein Berg angefühlt, obwohl der Diamond Hill eher ein Hügel ist
und haben dann zum Abschluss noch in einem wunderschönes Haus in der Bucht von Glengarriff gewohnt. Unterwegs haben wir uns so viele Sachen angeschaut, dass wir alles noch am Ordnen sind.
Bantry House im Südosten
Die Landschaft ist wirklich atemberaubend, Schafe gibt es mehr als Menschen in Irland, die Leute sind fast alle super nett, freundlich und zu lustigen Gesprächen aufgelegt, das Essen gut, Guinness überall verfügbar und das Wetter wie erwartet feucht bis nass. Zum Schluss sind wir dann von Dublin mit der Fähre wieder Richtung Wales getuckert und haben uns wieder auf unser Zuhause in Richmond gefreut.
Auf der Fähre - Hinten sieht man noch Dublin
Also wer Regen von allen Seiten ab kann, gerne Landschaft und alte Herrenhäuser bestaunt und gerne im Pub bei Guinness und Folklore entspannt ist hier goldrichtig. Aber das ist ja jetzt nicht überraschend.