30.06.2014

Woodville Road 80, Ham, Richmond, London

Wir haben unser Wunschhaus in der Woodville Road 80. Heute Nachmittag nach kurzem Hin und Her haben wir den Zuschlag für das moderne Vier-Zimmer-Haus bekommen. Hier die Werbefotos








Vertrag ab dem 01. August. Ein paar Sachen müssen wir noch erledigen (Geld überweisen, IDs schicken usw.) aber wir haben die mündliche Zusage.

28.06.2014

Besichtigungsmarathon Teil 2

Gestärkt, ausgerüstet mit Schirm und UK SIM Karte geht es in die zweite Runde. Eigentlich wollten wir uns zusammen mit dem Makler von Featherstone-Leigh gleich drei Häuser ansehen, aber das zweite Haus ist schon "under offer".
Also geht es zum ersten Haus in die Lawrence Road in Ham. England zeigt sich gerade von seiner besten Seite, es regnet "cats and dogs".
Lawrence Road
Das Haus ist jetzt mal fast ein Schnäppchen. Gerade mal 2.000 GBP im Monat soll es kosten. Die Straße sieht nett aus, Haus und Garten sind ok, aber nicht all zu viel Platz mal wieder. Ein kurzer Blick in die Zimmer, es gibt nur ein Bad im ersten Stock und alles ist etwas knapp bemessen.
Also weiter zum nächsten Haus in der Woodville Road. Der Haustyp ist uns noch bekannt vom Besuch um Ostern. Unten befindet sich eine Garage, ein Zimmer und ein Bad. Die Garage wird derzeit als Lager und nicht als Garage benutzt. Das Bad ist noch recht neu. Im ersten Stock befindet sich das Herzstück, ein großzügiges Wohnzimmer, dass in die Küche übergeht. Schön hell, kein direktes Gegenüber.
Wohnzimmer Woodville Road
Im zweiten Stock befinden sich dann noch mal 2 1/2 Schlafzimmer. Also das halbe Zimmer kann man als Büro nutzen, aber ein Bett passt da kaum rein. Und es gibt auch oben noch ein Badezimmer. Stauraum gibt es genüge, das passt alles. Der Makler rät uns ruhig weniger als den gefragten Preis zu bieten und auch Renovierungsmaßnahmen zu erfragen. Ein neuer Anstrich täte dem Ganzen schon gut. Aber sonst ist es das was wir suchen und brauchen. Der Preis liegt derzeit bei 2.250 GBP.
Nach eine Beratungspause im Auto beschließen wir unserer "Offer" zu machen. Wir rufen die Maklerfirma an und verabreden uns gleich zum Vorstellungsgespräch bei der Maklerin. Die Maklerin hat dann wirklich die Aufgabe dem Vermieter unser Angebot zu unterbreiten und ihm von unseren Vorzügen   zu überzeugen. Wir haben uns auch mächtig ins Zeug gelegt. Ich habe ihr meine chice Visitenkarte gegeben und wir haben dargelegt wie wichtig uns das ist.
Sie notiert sich alle Eckdaten und verspricht sich noch am gleichen Tag (es ist Samstag) mit der Landlady in Verbindung zu setzen. Sie verspricht sogar uns noch vor Feierabend (5 PM) zurückzurufen.
Aufgeregt aber auch entspannt, dass wir den Schritt gemacht haben, besuchen wir den in der Nachbarschaft gelegenen Teesalon
 
und gönnen uns Cream Tea mit Scones und Marmelade.
Kurz nach dem wir unsere Bestellung aufgegeben, Familie und Freunde von unserem nächsten Schritt informiert haben, klingelt das Telefon und die Maklerin kann uns leider nur mitteilen, dass die Landlady im Moment nicht greifbar ist. Also müssen wir noch bis Montag ausharren und auf die Antwort warten. Oh, ist das spannend.


Besichtigungsmarathon

Nachdem wir uns am Freitag einige der zur Besichtigung stehenden Häuser schon mal von außen angeschaut haben, geht es jetzt am Samstag ums Eingemachte. Insgesamt 5 Häuser stehen heute auf dem Programm.
Den ersten Termin haben wir um 10:00 Uhr bei einer Maklerin in Richmond. Die führt uns zu Fuß in die Houblon Road. Schönes Viertel, nah an der Bahnstation von Richmond aber das Haus ist schon sehr klein.
Haus in der Houblon Road
Unten ein ganz ordentlicher Wohnbereich, oben ein Schlafzimmer und ein kleineres Zimmer, dass man maximal als Büro nutzen kann. unterm Dach noch ein großes Schlafzimmer mit viel Dachschrägen drin. Der Garten ist noch kleiner als in Bad Vilbel. Ganz nett aber mit 2.500 GBP auch ganz schön teuer. Da aber das Haus auch noch umgebaut wird, könnte man frühestens Ende August einziehen. Das wird schon mal nix.
Zweites Haus auch direkt in Richmond, schön groß, viel Stauraum, sogar ein Keller (was extrem selten in England ist). Der Garten liegt nach Süden und ist sehr hübsch.
Very British
Die Zimmer ausreichend groß, aber der Preis von 3.000 GBP liegt weit über unserem Limit. Darüber hinaus wird auch dieses Haus aller frühestens Mitte August frei. Auch wenn unsere Maklerin uns vorschlägt ein Angebot zu machen, lassen wir es lieber.
Wir haben inzwischen auch gelernt:
  1. Die Preise der Mietwohnungen sind Preise, die die Vermieter haben wollen, man kann aber weniger bieten (make an offer). Dann kann der Vermieter darüber nachdenken, ob ihm das reicht oder es wird verhandelt.
  2. Alle Mietverträge sind in der Regel Ein-Jahres-Verträge, danach wird neu verhandelt, oder verlängert, wieder um ein Jahr.
  3. Die Makler sind auch gleichzeitig die Verwalter und verlangen so ca. 200 GBP pro Jahr. Dafür sorgen sie aber auch, dass die Hecke geschnitten ist oder die Heizung läuft.
  4. Es gibt eine Council Tax, eine Steuer, die an die Gemeinde abgeführt und je nach Haus und Anzahl der Bewohnern unterschiedlich ist. Bei den meisten Häusern, die wir angesehen haben liegt die Council Tax bei ca. 2000 GBP. Upps, das ist ein neuer Posten, den wir bisher noch nicht auf dem Radar hatten.
Und dann fährt die Maklerin noch mit uns nach Ham und zeigt uns ein Haus, dass schon so gut wie vermietet ist, aber bei dem wir noch mitbieten können. Es ist schön gelegen, unweit von Ham Common, einem Park in Ham.
Ham Common
Das Haus ist nett, gerade frisch renoviert, verfügt über einen kleinen Garten und bekommt auch noch neuen Teppich. Allerdings hat es nur 2 1/2 Schlafzimmer. Gäste müssten wir im Wohnzimmer unterbringen. Und dann soll es auch noch 2.600 GBP kosten, wir könnten evtl. auf 2.500 GBP runterhandeln. Aber das ist es uns nicht wert.
Für die erste Maklerfirma sind wir jetzt durch und fahren erst mal wieder nach Richmond rein. Wir brauchen noch einen Schirm und eine englische Telefonkarte und wir haben Hunger.

27.06.2014

Jetzt mieten wir

Am letzten Wochenende im Juni sind dann Antja und ich nach London geflogen, mit dem Ziel unser Häuschen in Richmond / Ham zu mieten. Donnerstag Mittag ging es los und eigentlich stand der erste Besichtigungstermin in der Lock Road schon um 2:30 PM GMT  an.
Haus in der Lock Road
Allerdings hatte das Flugzug Verspätung und dann mussten wir beim Autovermieter auch noch warten. Also habe ich den Termin auf 4:00 PM geschoben und wir haben zuerst unser Apartment gesucht.
Das Apartment hatte ich bei Airbnb gebucht und da auch eine Adresse bekommen. Dann stellte sich aber heraus, dass die Adresse falsch war. Nach einer halben Stunde Suche (englische Straßen sind auch nicht immer geradlinig) stellte sich heraus, dass die Wohnung auch nicht in Richmond sondern in Twickenham liegt. Der Nachbar, der uns aufschloss war auch etwas genervt, dass wir so lange unterwegs waren, aber sei's drum. Zum Kofferauspacken kamen wir nicht mehr, wiel wir ja um 4:00 PM schon den Besichtigungstermin hatten.
Das Haus war für englische Verhältnisse recht groß, unten drei Zimmer, im ersten Stock drei Schlafzimmer (eins sehr klein) und oben ein großes Schlafzimmer unterm Dach. In jedem Stockwerk gab es ein Badezimmer. Alles zusammen für 2.400 GBP. Innen drin wohnt noch eine Familie und es sah recht chaotisch aus.
Für unsere erste Besichtigung war das schon ziemlich gut. Das Haus werden wir auf jeden Fall auf unserer Liste lassen. Die Lage ist gut, Ausstattung auch, allerdings brauchen wir wohl gar nicht so viele Zimmer. Es scheint als ob man In England eher viele kleine als mehrere große Zimmer braucht.
Um 5 PM haben wir schon den nächsten Termin. Diesmal ein Haus zu kaufen, für stolze 500.000 GBP, das muss ja was sein.
So sah es von außen aus
Von innen sah es dann recht runtergewirtschaftet aus. Die Tapeten und Inneneinrichtung stammte noch aus den 1970igern, die Küche war ein Alptraum in Eiche rustikal.  Der Garten hatte eine schöne Größe. Aber das war es auch schon. Eine halbe Million Pfund für so eine Bruchbude - ich glaube wir mieten dann doch lieber.
Gute Aufnahme eines scheußlichen Zimmers
Abends waren wir dann noch bei Sainsbury's und haben ein nettes indisches Menu zusammengestellt. Bier und Wein ist recht teuer hier, Käse, Wurst und Fertiggerichte nicht gar so teuer.
In unserem Apartment  haben wir dann gekocht und uns schon mal geistig auf die nächsten Wohnungen eingestellt.

Umzug und Ausmisten

So ein Umzug hat auch etwas sehr Positives, wir befreien uns von Ballast der sich so im laufe der Zeit angesammelt hat.
Die einfachste Art ist wegschmeißen, dass ist in vielen Fällen allerdings schwer, da vieles noch im guten Zustand ist. Also wird ein zweiter Teil versteigert, alles was nicht verschickt werden kann, wird über Kleinanzeigen in der Umgebung angeboten und findet meinst auch schnell erfreute Abnehmer. Kleidung geht auch über verschiedene Wege, Nachbarn fragen bei Kinderkleidung, die Kleiderkammer der Kirche und des Roten Kreuzes sind dankbare Abnehmer.

Auf die Art wird unser Keller und auch die anderen Schränke und Regale immer leerer und wir müssen nicht mehr so viel umziehen. So ist zumindest der Wunsch. Allerdings stellt es sich dann in Realität doch schwieriger heraus. Bei vielen Sachen steht man dann wieder davor und denkt: Das kann man doch noch gebrauchen oder: Schade, dass ich das erst jetzt finde etc.. Andere Sachen finden einfach keinen Abnehmer, obwohl wir sie sogar verschenken wollen. Röhrenfernseher will heutzutage wohl niemeand mehr.
Auch schwierig sind die Blumentöpfe sowohl im Haus als auch im Garten.  Einige werden von den lieben netten Nachbarn gepflegt bis wir zurück sind und andere müssen weg. Den Garten will unsere neue, nette Mieterin weiter versorgen.

Haus vermieten

Ein Umzug dieser Art ist für mich neu und ich möchte möglichst den Überblick behalten, dazu habe ich mir eine Kladde angelegt und von meldebox die Checklistn herunter geladen, die eine gute Übersicht geben für alle Aufgaben.

Nach dem Stefan unser Haus zum ersten Mal ins Internet gestellt hat zum Vermieten, kamen  am nächsten Morgen mehrere Anrufe von Interessenten und dann Besichtigungen. Die ersten haben wir dann gleich am Wochenede hintereinander gelegt und zusammen durchgeführt. Das ging dann ähnlich weiter nach ca. 10 Terminen in ca. 8 Tagen war dann Pause angesagt. Immer wieder das Haus für die Besichtungstouren schön machen war eine Aufgabe.
Zwei Familien hätten uns gut gefallen, die würden aus unserer Sicht hier gut in unser Haus passen. Doch es hat noch nicht sollen sein. Die einen bauen jetzt wohl selber, die anderen wollten in eine andere Gegend.
Die zweite Runde ging ganz flott, nach der ersten Besichtigung gleich am Samstag, kam noch eine weitere nette Familie am Sonntag, so dass wir überlegt und diskutiert haben, wen wir nun nehmen wollen.
Und haben uns für eine Mutter mit ihren drei Kindern entschieden. Die fand alles schön und nett und auch sonst machte sie einen ganz patenten Eindruck. Am Dienstag den 25.06. haben wir so etwas wie einen Vertrag aufgesetzt, uns fehlen aber noch die Nebenkosten.
Auf jeden Fall ist das Haus jetzt schon mal sicher vermietet. Puuh!


12.06.2014

... auch das noch

So etwas passt nie. Wie konnte es anders sein, als genau vor dem 1.Mai Feiertag, da ist ein Stück von der Keramik meiner Zahnbrücke abgebrochen. Ok das halte ich aus bis übermorgen dachte ich und habe vorsichtig weiter gegessen.
Am 1. Mai Abends bricht dann noch ein Stück aus der Krone meines Schneidezahnes, dass fühlt sich riesig an. Mein Zahnarzt ist am 2. Mai nicht erreichbar, ein anderer repariert das notdürftig.
Am Montag kommt dann der ganze Umfang  des Schadens ans Licht, die Brücke und die Krone müssen neu! Da ich das nicht auf den letzten Drücker machen lassen möchte muss es gleich passieren. Wegen der Farbe für den Schneidezahn muss ich dann noch zweimal ins Labor nach Mainz fahren, was sich am Ende wirklich lohnt.
Nach dem ich übers Wochenende dann schon die Brücke und den Krone probeweise drin hatte um zu sehen, wie die Farbe ist bei den unterschiedlichen Lichtverhältnissen...
Am 4.Juni ist es dann so weit, Mittwoch werden dann endlich die neuen Stücke endgültig eingesetzt.

09.06.2014

Netzwerken

Jetzt endlich auch etwas von mir!
So langsam wird es echt spannend, es sind noch ca. 8 Wochen dann ziehen wir um. Bisher ist noch nicht klar wohin genau, doch es sollte schon in Ham sein.

In der Zwischenzeit habe ich schon einen tollen Kontakt durch den BPW-Frankfurt bekommen, in dem ich aktives Mitglied bin. Wenn ich Fragen zur Schule für Anton, zur Umgebung zu Einkaufsmöglichkeiten ach eigentlich alles, wende ich mich an Tanja. Die ist vor ca. 10 Monaten, nach 7 Jahren in der Ecke von London, wieder zurück nach Hamburg gekommen und kennt sich einfach super aus.

Durch Tanja bin ich dann an Silvia gekommen, von der wir die Schulbücher für Anton bekommen können, da sie gerade ein Kind in der 9. Klasse hat und im Juli auch wieder umzieht.