Am Sonntag war "Open Garden Petersham" da haben sich Stefan und ich auf die Räder geschwungen und uns alle 12 Gärten angesehen. Open Garden ist hier eine stehende Einrichtung, bei der Garten- und Hausbesitzer ihre Türen öffnen und jedermann Einblick in ihre Gärten gewähren. Also eine gute Gelegenheit sich mal ein Bild von der Gartenbaukunst in Richmond zu machen.
Die Häuser waren durchnummeriert und zu Beginn bekam man einen Plan mit den offenen Gärten. Angefangen bei der Nummer 1, da war uns die Schlange am Einlass um kurz nach 11 schon zu lang und wir sind gleich weiter zur 2, dem Rosebank am Durchgang zur Petersham Nursery. Sonst kann man hier nur eine Mauer sehen, aber da hinter ist es richtig schön gepflegt, eine schöne Größe, überschaubar und sehr schön gestaltet, neben dem englischen Rasen sind gemütliche Platze mit Bänken neben vielseitigen Blumenbeeten. Aus dem Wintergarten mit der Küche hat man einen schönen Blick in den Garten.
Weiter an den Pferdekoppeln entlang zur Petersham Church. Die war noch offen vom gerade beendeten Gottesdienst, und schon am Eingang wunderschön mit viel Blumen geschmückt wie auch innen drin, durch die Hochzeit der Tochter von der Petersham Nursery. Eine schöne Kirche die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert hat. Früher hatte jede Familie einen eigenen Bereich, eine Box nach oben offen mit einer kleinen Tür die abgeschlossen werden konnte. Oben auf den Emporen waren weitere Sitzplätze.
Bei dem schönen Wetter hatten wir einen wunderbaren Einblick in viele Gärten und zum Teil auch Parkanlagen. Fast alle hatten etwas Wasser dabei, einen kleinen Springbrunnen, einen Teich, einen Bachlauf... Wasser ist etwas sehr interessantes im Garten.
Zu vielen Häusern gehörte auch ein oft über Jahre gewachsener Blauregen, wo die Wurzel von den Ranken oft weit entfernt waren, dass das Wasser so weit klettern ist ist schon erstaunlich.
Es gab auch Haustiere zu sehen, neben Hunden, Katzen und Hühnern sogar Schweinchen.
Architektonisch haben wir ein ausgedehntes Spektrum verschiedenster Baustile gesehen. Neben schönen englischen, großen viktorianischen Häusern, moderne Design Häuser, Villen mit Parkanlagen, es war sehr viel vertreten.
Kaum zu glauben über was für große Gärten die Häuser in dieser Region zum Teil verfügen, das hätte ich nicht vermutet.
Je später es wurde desto mehr strömten die Besucher durch die Straßen,
was an einigen Ecken zu sehr dichtem Verkehr geführt hat und dann auch
langsam ungemütlich wurde.
Nach dem wir dann bei Nummer 7 dem letzten Haus unserer Besichtigung durch waren, sind wir so um 2 Uhr in das New Inn geradelt und haben uns dort im Garten bei Nachos, Houmusplatte, Bier und Cidre gestärkt.
Zum Abschluss haben wir einen Espresso aus unserer schicken neuen Maschine in unserem eigenen Garten auf der Bank genossen.
23.05.2016
25.04.2016
Auf in den Endspurt
Ja, werte Leser des Blogs, unsere Zeit in London nähert sich dem Ende. Und da gilt es jetzt einen Zacken zuzulegen. Das haben wir in den letzten Wochenenden auch gemacht.
So haben wir z.B. das Wohnhaus von Thomas Carlyle in Chelsea besucht.
Auch dieses Haus ist ein weiteres Schmuckstück des National Trusts, der sich um die Instandsetzung und Erhaltung der historischen Häuser, Gärten und Parks kümmert. Wir sind ja seit einem Jahr Mitglieder des National Trusts und haben jetzt schon so viele tolle Anwesen geshen, dass wir uns fragen wieso es so etwas Tolles nicht auch in Deutschland gibt. Für 60 Pfund wird man hier Mitglied werden und bekommt dann freien Eintritt in wirklich spektakuläre Häuser, Schlösser oder besucht wunderschöne Gärten und Parks. Von mehreren dieser Besichtigungen habe ich hier schon geschrieben z.B. The Homewood oder das Ham House bei uns um die Ecke.
So ging es diesmal zu Thomas Carlyle nach Hause. Dieser Thomas Carlyle war ein Philosoph und Schriftsteller des 19. jahrhunderts und wurde hauptsächlich durch eine Oliver Cromwell Biographie berühmt. Das Haus präsentiert dieses Jahrhundert noch sehr authentisch auf drei Stockwerken. Möbel und Dekoration sind noch fast so, wie sie zur Lebzeit von Thomas Carlyle waren.
Da wir aber mit einer Besichtigung pro Wochenende nicht mehr auskommen, haben wir die Dosis erhöht und sind gleich im Anschluss daran auch noch zur Tate Britain weiter.
Diesmal war der Auslöser ein Film über das späte Leben von Joseph Mallord William Turner, der fast sein gesamtes Werk dem englischen Staat vermachte. Da wir den Film am Samstag abend gesehen hatten, mussten wir am Sonntag halt nochmal ein paar dieser 20.000 Bilder in der Tate anschauen.
Und nach so einem Kulturtag ist es natürlich Ehrensache noch ein leckeres Bierchen im Pub bzw. vorm Pub zu sich zu nehmen.
Diesmal an der Themse in Chiswick. Kurz nach dem Foto mussten wir uns aber wieder aufmachen, da die Themse Hochwasser hatte und die Tische erreichte.
So haben wir z.B. das Wohnhaus von Thomas Carlyle in Chelsea besucht.
![]() |
| Thomas Carlyles Drawingroom |
![]() |
| Studyroom |
So ging es diesmal zu Thomas Carlyle nach Hause. Dieser Thomas Carlyle war ein Philosoph und Schriftsteller des 19. jahrhunderts und wurde hauptsächlich durch eine Oliver Cromwell Biographie berühmt. Das Haus präsentiert dieses Jahrhundert noch sehr authentisch auf drei Stockwerken. Möbel und Dekoration sind noch fast so, wie sie zur Lebzeit von Thomas Carlyle waren.
Da wir aber mit einer Besichtigung pro Wochenende nicht mehr auskommen, haben wir die Dosis erhöht und sind gleich im Anschluss daran auch noch zur Tate Britain weiter.
![]() |
| Einer der übervollen Säle in der Tate Britain |
Und nach so einem Kulturtag ist es natürlich Ehrensache noch ein leckeres Bierchen im Pub bzw. vorm Pub zu sich zu nehmen.
Diesmal an der Themse in Chiswick. Kurz nach dem Foto mussten wir uns aber wieder aufmachen, da die Themse Hochwasser hatte und die Tische erreichte.
25.02.2016
So langsam kann der Winter aber mal vorbei sein
Mal wieder ein Post, der damit anfängt, dass ja so lange nichts mehr passiert ist, aber das hat Gründe - klar.
Im Winter unternimmt man nicht so viel, sondern zieht sich eher zurück bei einem Glas Wein vor den hauseigenen Kamin. Das Wetter zeigt sich gerade derzeit von seiner unfreundlichen Seite, viel Wind und Feuchtigkeit und kaum mehr als 5 Grad.
Und dann kommt dazu, dass wir nach mehr als anderthalb Jahren in London vieles schon für normal halten, was uns vor unserer Ankunft hier noch exotisch vorkam. Wir haben uns an so viel gewöhnt, wie die immervolle U-Bahn, die schönen Pubs, die Museen und Konzerte, so dass wir kaum etwas in einen Post hier fassen. Deshalb hier mal ein paar Sachen zusammen in einem Post. Eigentlich bekommt Ihr jetzt vier Posts zum Preis von einem:
Wir waren im Zoo, weil Nora, meine Nichte, da gearbeitet hat und wir die Chance hatten Giraffen zu füttern. Der Zoo ist nicht unbedingt etwas was bei keinem London-Besuch fehlen darf, aber er ist klassisch schön und hat alles was ein Zoo braucht. Danke, Nora.
Von Antja habe ich schon letztes Jahr die 50 City Walks durch London (nicht ohne Hintergedanken) geschenkt bekommen und so haben wir inzwischen schon ein paar davon absolviert. Z.B. Knightsbridge mit Harrod's oder auch ein Spaziergang durch das regnerische Soho.
Letztes Wochenende waren wir dann auf einer Tour durch Chiswick, ein Stadtteil im äußersten Westen Londons, entlang der Themse und da hat es dann so stark geregnet, dass wir trotz Museumsbesuch und einem Bier im Pub an der Themse auf der Hälfte abgebrochen haben.
Bei Joe Jackson waren wir auch noch. Der ist diesmal im Palladium aufgetreten, einem anderen altehrwürdigen, viktorianischen Theater mit Plüschsesseln. Es war - wie zu erwarten - ein Superkonzert, Stimmung gut, Sound klasse und Joe gut aufgelegt.
Und jetzt steht als nächstes Opernbesuch, die Vervollständigung unserer Chiswick-Walks und hoffentlich der Frühling an. Darüber hinaus haben wir jetzt auch wieder einen vollen Kalender was Besuche bei uns angeht. Im Frühjahr geben sich unsere Gäste die Klinke in die Hand.
Im Winter unternimmt man nicht so viel, sondern zieht sich eher zurück bei einem Glas Wein vor den hauseigenen Kamin. Das Wetter zeigt sich gerade derzeit von seiner unfreundlichen Seite, viel Wind und Feuchtigkeit und kaum mehr als 5 Grad.
Und dann kommt dazu, dass wir nach mehr als anderthalb Jahren in London vieles schon für normal halten, was uns vor unserer Ankunft hier noch exotisch vorkam. Wir haben uns an so viel gewöhnt, wie die immervolle U-Bahn, die schönen Pubs, die Museen und Konzerte, so dass wir kaum etwas in einen Post hier fassen. Deshalb hier mal ein paar Sachen zusammen in einem Post. Eigentlich bekommt Ihr jetzt vier Posts zum Preis von einem:
Wir waren im Zoo, weil Nora, meine Nichte, da gearbeitet hat und wir die Chance hatten Giraffen zu füttern. Der Zoo ist nicht unbedingt etwas was bei keinem London-Besuch fehlen darf, aber er ist klassisch schön und hat alles was ein Zoo braucht. Danke, Nora.
![]() |
| Das "Hans Mansion" direkt neben Harrod's |
Von Antja habe ich schon letztes Jahr die 50 City Walks durch London (nicht ohne Hintergedanken) geschenkt bekommen und so haben wir inzwischen schon ein paar davon absolviert. Z.B. Knightsbridge mit Harrod's oder auch ein Spaziergang durch das regnerische Soho.
| Hammersmith Bridge in Chiswick |
Bei Joe Jackson waren wir auch noch. Der ist diesmal im Palladium aufgetreten, einem anderen altehrwürdigen, viktorianischen Theater mit Plüschsesseln. Es war - wie zu erwarten - ein Superkonzert, Stimmung gut, Sound klasse und Joe gut aufgelegt.
| So nah haben wir nicht gesessen, aber ich habe einen guten Zoom |
30.12.2015
Pubs in England - ein Lobpreis
Wer ab und zu auch mal in das Mobile-Blog reinschaut oder auch die Bilder, die nach Facebook wandern, wird sehen, dass wir recht häufig in Pubs gehen, und das liegt nicht in erster Linie daran, dass wir Quartalssäufer sind, sondern daran, dass die Pubs in England wirklich netter, gemütlicher und einladender als die meisten Kneipen in Deutschland sind. Deshalb hier ein Lob auf all die wunderschönen und ansprechenden Pubs und der durch sie transportierten Kultur. So isses nämlich, Pubs sind nicht nur einfach Orte in denen man es sich gut gehen lässt und sich ein IPA hinter die Binde gießt, nein sie sind auch Teil der englischen Kultur und werden entsprechend gepflegt. Viele der Pubs stehen inzwischen sogar unter Denkmalschutz.
Was macht diese Pubs so liebenswert? Als erstes ist es die Einrichtung. Idealerweise ist ein Pub gestaltet wie ein großes Wohnzimmer mit vielen Ledersofas, flauschigen Teppichen, einem großen Kamin, niemals einfach nur rechteckig, sondern mit Nischen und Nebenzimmern und in der Mitte findet man dann das Schmuckstück, eine große Theke aus Eichenholz.
Getränke und auch Essen bestellt man immer an der Theke. An den Tisch kommt die Bedienung nur ab und zu vorbei, um abzuräumen und um bestelltes Essen zu bringen. Gute Pubs verfügen im Schnitt über mindestens 10 verschieden Biersorten vom Zapfhahn und mindestens zwei Cider ebenfalls aus dem Hahn. Bei den Bieren wird unterschieden zwischen Lager, Stout, Bitter und Ale. Und da die Engländer sich gerne international gibt, findet man auch zwei oder drei Importbiere darunter, z.B. Peroni, Stella Artois, Heineken. Kann man auch trinken, besser aber man bleibt bei den lokalen Bieren und noch besser bei Bieren aus kleinen Brauereien, wie z.B. das vortreffliche Punk IPA von Brewdog oder das Camden Pale Ale aus der Camden Town Brewery. Wem das nicht ausreicht für den gibt es noch jede Menge Biere und Ciders aus der Flasche und natürlich bietet ein Pub auch Wein und sogar Prosecco, davon ist in England aber eher abzuraten (zu teuer, zu süß).
Bier und Cider wird traditionell im Pint oder auch im halben Pint ausgeschenkt (ein Pint = 568 ml) und traditionell wird das Glas auch immer randvoll gemacht, so dass man gar keine Chance hat, das Bier oder den Cider ohne Verschütten von der Theke zum Tisch zu bringen. Also trinkt man schon mal ein paar Schlucke an der Theke ab. Dass das Glas immer randvoll gemacht wird, liegt auch daran, dass die Engländer den Eichstrich für Teufelszeug halten und hier niemand Schaum trinken möchte, außer vielleicht bei einem frischen Guinness.
Beim Essen sollte man jetzt keine kulinarischen Sensationen erwarten. Die typische Pub-Küche umfasst meistens 5-10 Starters und noch einmal so viele Mains, der eigentliche Hauptgang. Dazu gehört meistens ein Burger (Cheese-, Gourmet-, Ham- oder was auch immer-Burger), das klassische Fish & Chips und mindestens ein vegetarisches Gericht.
Fish & Chips wird meistens in der Karte unter anderem Namen getarnt z.B. "Battered haddock with hand salted triple-cooked chunky chips" oder "Smoothly beer-battered cod with our own version of tasty fries". Wenn man diesen dann bestellen will, entspannt sich in etwa dieser Dialog:
Ich: "I would like to have the Battered Haddock"
Waiter: "Ok, one Fish & Chips for you"
Nachtisch, Dessert, gibt es natürlich auch und die haben es oft in sich, kalorienmäßig. Kann man aber fast immer empfehlen, am besten man teilt sich was.
Nicht alle Pubs haben jeden Tag auch warmes Essen im Angebot, und wer nur was knabbern will bestellt zu seinem Bier dann Chips (engl. crisps) oder auch Nüsse dazu. Immer wieder gut, natürlich die klassischen Salt & Vinegar Crisps.
Und dabei kommt man wie so oft in England sehr leicht ins Gespräch mit dem Nebenmann an der Theke oder auch am Nachbartisch. Anders als in Deutschland ist in jedem Pub das Publikum wild gemischt. Es gibt keine Pubs für die Jungen und andere für die Älteren. In den beliebtesten Pubs treffen hier die Bauarbeiter beim Feierabendbier auf die Banker die noch ein Lager mit Kollegen trinken, bevor sie sich in den Vorortzug setzen. Und dann mischt es sich auch wirklich. Trennendes Element hier ist nicht Klassenzugehörigkeit, Geschlecht oder Alter sondern dann am ehesten der Fußballklub, also Arsenal, Chelsea oder Tottenham.
Und so ist jeder eingeladen einen Abend in einem der vielen schönen Pubs hier zuzubringen. Ein oder zwei Pints, einen guten Burger und dann noch einen "spotted dick" und schon gehört man dazu. Übrigens ist das bei uns auch schon Standard, dass wir Besuch als erstes mit in einen unserer Lieblings-Pubs mitnehmen.
![]() |
| Orange Tree Pub in Richmond (2nd Grade = denkmalgeschützt) |
Was macht diese Pubs so liebenswert? Als erstes ist es die Einrichtung. Idealerweise ist ein Pub gestaltet wie ein großes Wohnzimmer mit vielen Ledersofas, flauschigen Teppichen, einem großen Kamin, niemals einfach nur rechteckig, sondern mit Nischen und Nebenzimmern und in der Mitte findet man dann das Schmuckstück, eine große Theke aus Eichenholz.
![]() |
| Tresen im New Inn in Ham |
Getränke und auch Essen bestellt man immer an der Theke. An den Tisch kommt die Bedienung nur ab und zu vorbei, um abzuräumen und um bestelltes Essen zu bringen. Gute Pubs verfügen im Schnitt über mindestens 10 verschieden Biersorten vom Zapfhahn und mindestens zwei Cider ebenfalls aus dem Hahn. Bei den Bieren wird unterschieden zwischen Lager, Stout, Bitter und Ale. Und da die Engländer sich gerne international gibt, findet man auch zwei oder drei Importbiere darunter, z.B. Peroni, Stella Artois, Heineken. Kann man auch trinken, besser aber man bleibt bei den lokalen Bieren und noch besser bei Bieren aus kleinen Brauereien, wie z.B. das vortreffliche Punk IPA von Brewdog oder das Camden Pale Ale aus der Camden Town Brewery. Wem das nicht ausreicht für den gibt es noch jede Menge Biere und Ciders aus der Flasche und natürlich bietet ein Pub auch Wein und sogar Prosecco, davon ist in England aber eher abzuraten (zu teuer, zu süß).
Bier und Cider wird traditionell im Pint oder auch im halben Pint ausgeschenkt (ein Pint = 568 ml) und traditionell wird das Glas auch immer randvoll gemacht, so dass man gar keine Chance hat, das Bier oder den Cider ohne Verschütten von der Theke zum Tisch zu bringen. Also trinkt man schon mal ein paar Schlucke an der Theke ab. Dass das Glas immer randvoll gemacht wird, liegt auch daran, dass die Engländer den Eichstrich für Teufelszeug halten und hier niemand Schaum trinken möchte, außer vielleicht bei einem frischen Guinness.
![]() |
| Links ein randvoller Cider und rechts ein IPA |
Beim Essen sollte man jetzt keine kulinarischen Sensationen erwarten. Die typische Pub-Küche umfasst meistens 5-10 Starters und noch einmal so viele Mains, der eigentliche Hauptgang. Dazu gehört meistens ein Burger (Cheese-, Gourmet-, Ham- oder was auch immer-Burger), das klassische Fish & Chips und mindestens ein vegetarisches Gericht.
Fish & Chips wird meistens in der Karte unter anderem Namen getarnt z.B. "Battered haddock with hand salted triple-cooked chunky chips" oder "Smoothly beer-battered cod with our own version of tasty fries". Wenn man diesen dann bestellen will, entspannt sich in etwa dieser Dialog:
Ich: "I would like to have the Battered Haddock"
Waiter: "Ok, one Fish & Chips for you"
![]() |
| Eine gute Alternative zu Fish & Chips: Fish-Board für zwei |
Nachtisch, Dessert, gibt es natürlich auch und die haben es oft in sich, kalorienmäßig. Kann man aber fast immer empfehlen, am besten man teilt sich was.
Nicht alle Pubs haben jeden Tag auch warmes Essen im Angebot, und wer nur was knabbern will bestellt zu seinem Bier dann Chips (engl. crisps) oder auch Nüsse dazu. Immer wieder gut, natürlich die klassischen Salt & Vinegar Crisps.
Und dabei kommt man wie so oft in England sehr leicht ins Gespräch mit dem Nebenmann an der Theke oder auch am Nachbartisch. Anders als in Deutschland ist in jedem Pub das Publikum wild gemischt. Es gibt keine Pubs für die Jungen und andere für die Älteren. In den beliebtesten Pubs treffen hier die Bauarbeiter beim Feierabendbier auf die Banker die noch ein Lager mit Kollegen trinken, bevor sie sich in den Vorortzug setzen. Und dann mischt es sich auch wirklich. Trennendes Element hier ist nicht Klassenzugehörigkeit, Geschlecht oder Alter sondern dann am ehesten der Fußballklub, also Arsenal, Chelsea oder Tottenham.
![]() |
| Tap on the Line, Kew |
22.12.2015
Caro Emerald im Hammersmith Apollo - a night like this
und gleich noch ein Konzert hinterher.
Was haben wir schon alles hier gesehen, dieses Jahr war prall gefüllt mit ganz ausgezeichneten Konzerten: Calexico in Shepherd's Bush, Mark Knopfler in der O2 Arena, Great Lake Swimmer in Hoxton, Specials, Madness und für mich der bisherige Höhepunkt Squeeze in der Royal Albert Hall. Zum Ende des Jahres sind wir das etwas ruhiger angegangen und haben noch Caro Emerald im Hammersmith Apollo angeschaut.
Das Hammersmith Apollo ist als Veranstaltungsort für uns super, nicht nur dass es schön plüschig und gemütlich ist, es ist auch von Richmond innerhalb von nur einer halbe Stunde erreichbar. Caro Emerald war glücklich im schönen Apollo auftreten zu dürfen und wir waren glücklich dabei zu sein. Die Band war erste Sahne, der Sound ganz ausgezeichnet abgemischt und der Abend ein voller Erfolg. Für mich fehlt es bei den meisten Songs von Caro Emerald etwas an Tiefe, das tut aber dem Genuss kaum Abbruch. Ist eher so ein mäkliger Intellektuellenkommentar.
Viele gute Swingklassiker gemischt mit einer sympathischen Bühnenshow, was will man mehr.
Danke Caro, danke Band!
Was haben wir schon alles hier gesehen, dieses Jahr war prall gefüllt mit ganz ausgezeichneten Konzerten: Calexico in Shepherd's Bush, Mark Knopfler in der O2 Arena, Great Lake Swimmer in Hoxton, Specials, Madness und für mich der bisherige Höhepunkt Squeeze in der Royal Albert Hall. Zum Ende des Jahres sind wir das etwas ruhiger angegangen und haben noch Caro Emerald im Hammersmith Apollo angeschaut.
![]() |
| Guter Titel: A Night like this |
Viele gute Swingklassiker gemischt mit einer sympathischen Bühnenshow, was will man mehr.
Danke Caro, danke Band!
20.12.2015
Rugby in Twickenham
...und so schnell kann es gehen. Kaum habe ich ein Rugby-Match auf unsere Bucket List gesetzt, bekommen wir Freikarten für ein Spiel der Harlequins.
Die Harlequins sind der lokale Rugby Club aus Richmond, der in der ersten Liga spielt und auch international mitmischt. Das Stadion der Harlequins, The Stoop, steht genauso wie das englische Nationalheiligtum des Rugbys in Twickenham, einem Stadtteil von Richmond, und ist nur einen Steinwurf vom anderen Stadion entfernt.
Wir hatten Karten für das Spiel Harlequins gegen Calvisano, eine italienische Mannschaft, die im Hinspiel in Italien schon 10-50 verloren hatten. Die armen Italiener waren jetzt nach London gefahren, um es etwas besser zu machen. Wir hatten uns ja schon mal beim 6-Nations-Cup im Frühjahr und beim World Cup im September etwas in die Materie eingearbeitet, so dass wir inzwischen schon etwas mehr vom Spielablauf verstehen, aber trotzdem ist es noch ein vertracktes Spiel.
Die Karten haben wir über die Deutsche Börse bekommen, die im Harlequin Stadion eine eigene Box hauptsächlich für Kundenevents unterhält.
Da die Kunden dieses Wochenende wohl lieber Weihnachtsgeschenke kaufen, waren außer uns noch ein paar andere Kollegen mit Freunden in der Box. Außer prima Sitzen mit klasse Blick aufs Spielfeld bietet so eine Box noch ein (halbwegs) warmes Mittagessen und freie Getränke (d.h. in England immer free beer). Super Service. Ein Experte für Rugby war auch unter den Freunden von Kollegen und der konnte uns das ein oder andere erklären; z.B. was ist ein Scrum, was ist ein Try.
Das Spiel war wie erwartet nicht sonderlich spannend nach dem großen Vorsprung der Harlequins aus dem Hinspiel aber trotzdem sehr sehenswert.
Am Ende gewannen die Harlequins hoch verdient 59-7 und nach der letzten Runde Freibier haben wir uns dann per Fahrrad auf den Heimweg gemacht.
Wer hätte gedacht, dass sich ein Punkt auf der Liste so schnell abhaken lässt.
![]() |
| Links Cavisano - rechts die Harlequins aus Richmond |
Die Harlequins sind der lokale Rugby Club aus Richmond, der in der ersten Liga spielt und auch international mitmischt. Das Stadion der Harlequins, The Stoop, steht genauso wie das englische Nationalheiligtum des Rugbys in Twickenham, einem Stadtteil von Richmond, und ist nur einen Steinwurf vom anderen Stadion entfernt.
![]() |
| Hinten zwischen den Tannen das ist das große Rugby Stadion |
Wir hatten Karten für das Spiel Harlequins gegen Calvisano, eine italienische Mannschaft, die im Hinspiel in Italien schon 10-50 verloren hatten. Die armen Italiener waren jetzt nach London gefahren, um es etwas besser zu machen. Wir hatten uns ja schon mal beim 6-Nations-Cup im Frühjahr und beim World Cup im September etwas in die Materie eingearbeitet, so dass wir inzwischen schon etwas mehr vom Spielablauf verstehen, aber trotzdem ist es noch ein vertracktes Spiel.
Die Karten haben wir über die Deutsche Börse bekommen, die im Harlequin Stadion eine eigene Box hauptsächlich für Kundenevents unterhält.
![]() |
| Eurex Box in The Stoop |
Das Spiel war wie erwartet nicht sonderlich spannend nach dem großen Vorsprung der Harlequins aus dem Hinspiel aber trotzdem sehr sehenswert.
![]() |
| Besonders spektakulär: Der Einwurf |
Wer hätte gedacht, dass sich ein Punkt auf der Liste so schnell abhaken lässt.
11.12.2015
Bucket List - was wir noch unbedingt sehen müssen
Oh ist das lange her, seit ich das letzte Mal hier was gepostet habe. Dann mal flugs was neues!
Mein Vertrag hier läuft ja im Sommer nächstes Jahr aus und so wie das aussieht geht es dann wieder zurück Richtung Frankfurt. Da ist es an der Zeit sich mal wieder Gedanken zu machen, was man hier in London noch unbedingt machen oder sehen will. Dazu habe ich jetzt eine Bucket List angefangen, die ich hier im Laufe der Zeit vervollständigen werde. Sollten wir dann diesen Punkt auf der Bucket List tatsächlich abgeschlossen haben, werde ich auch darüber berichten und hier verlinken.
Shoppen
Mein Vertrag hier läuft ja im Sommer nächstes Jahr aus und so wie das aussieht geht es dann wieder zurück Richtung Frankfurt. Da ist es an der Zeit sich mal wieder Gedanken zu machen, was man hier in London noch unbedingt machen oder sehen will. Dazu habe ich jetzt eine Bucket List angefangen, die ich hier im Laufe der Zeit vervollständigen werde. Sollten wir dann diesen Punkt auf der Bucket List tatsächlich abgeschlossen haben, werde ich auch darüber berichten und hier verlinken.
Shoppen
![]() |
| Herrenausstatter in der Savile Row |
- Einen englischen Anzug kaufen
Ja, das will ich wirklich. Nach 1 1/2 Jahren in London erscheint es an der Zeit, einen schicken Tweed für den Kleiderschrank zu haben.
- Nach Ascot zum Pferderennen, am besten in der Royal Ascot Week
- In Wimbledon ein Tennismatch sehen
- Zum Ruderrennen Oxford - Cambridge
- Zu einem Cricket Match
- und zu einem Rugby Match
(und schon abgehakt) - ein Football Match
| Motorshow in Uxbridge |
- Auf ein anderes Autoklassiker-Treff mit dem Reliant fahren
- Ein Londoner Cab fahren
- Einen Nissan Figaro ausprobieren
![]() |
| Royal Opera (Covent Garden) |
- In die Royal Opera gehen
(Extrem teuer - soll das Geld aber wert sein) - Ein Konzert im Londoner Palladium besuchen
(OK, das ist jetzt leicht gepfuscht, weil ich schon Karten für Joe Jackson im Februar habe) - Noch ein Konzert in der Royal Albert Hall
(Auch gepfuscht, dafür habe ich Karten im März für Paul Heaton)
Update: Das Konzert von Paul Heaton schaffen wir nicht, da sind wir in Urlaub - Besuch im Parliament s. http://www.parliament.uk/visiting/
Abonnieren
Posts (Atom)





















