12.08.2014

Mit dem Reliant Robin nach Richmond

Ich liebe Alliterationen: Reliant Robin rollt reizvoll Richtung Richmond.
Antja schreibt gerade über die restlichen Auszugstätigkeiten, Anton und ich haben uns so gegen 14:00 Uhr in den Reliant Robin gesetzt uns auf den Weg erst mal Richtung Kerkrade / Würselen gemacht wo meine Schwester und meine Eltern wohnen. Der Wagen wollte zwar seinem Namen alle Ehre machen, aber die Temperatur stieg immer dann wenn ich ihn auf schneller als 85 km/h bringen wollte. Nun ja, da beliessen wir es bei 80 km/h, ist ja auch schon besser als zu Fuß zu gehen.
Der Wagen war gut voll geladen, unter anderem hatten wir noch eine ganze Kiste mit Putzzeug dabei, die wir vergessen hatten in den Unmzugswagen zu packen und noch eine Kühlbox für all die Leckereien, die wir noch in den Niederlanden bei Albert Heijn kaufen wollten. Aber der Reliant gilt ja als Arbeitstier unter den Crap Cars. Kurz vor Düren haben wir dann zum letzten Mal in Deutschland getankt und so gegen 17:00 Uhr waren wir dann bei meinen Eltern in Würselen.
In Würselen mussten wir dann noch das Auto vorführen, jede Menge Fragen zum Auto und zum Umzug beantworten und sind dann um 7 mit meinen Schwestern und Familien zm Thai essen gegangen.
Übernachtet haben Anton und ich bei meiner Schwester in Kerkrade und haben dabei gleich unseren Saab, den ja keiner haben wollte, an Jonas meinen Neffen übergeben, d.h. wir haben ihm Schlüssel und Papiere gegeben, Jonas wollte ihn in Bad Vilbel abholen und wird ihn die nächsten zwei Jahre fahren und dafür für seinen Unterhalt aufkommen. Jonas hat auch ganz sorgfältig alles aufgeschrieben was für den Betrieb eines Saabs mit Gasanlage wichtig ist.
Die Fähre war für mittags um 2 Uhr gebucht und bis Dunkerque sind es auch von Kerkrade noch mal 300 KM. Also mussten wir schon um 9 Uhr los, um allen Eventualitäten vorzubeugen.
Robin vor Hausens Haus
Damit blieb aber auch keine Zeit mehr für Albert Heijn und lecker einkaufen. Durch Belgien durch war das Wetter etwas ungemütlich, aber wenn es kälter wird, kann man dem Robin auch mal die Sporen geben, da er dann nicht so heiß wird.
Übrigens habe ich in keinem Land bisher so viel Daumen hoch, gezückte Handys zum Fotografieren und bewundernde Blicke für mein Dreirad bekommen wie in Belgien. Scheinbar lieben die Belgier Dreiräder. In Belgien haben wir dann noch ein letztes Mal auf dem Kontinent getankt und sind dann über die französiche Grenze nach Dunkerque.
In Pas-de-Calais war es genauso wie bei den Sch'tis, kalt und regnerisch. Aber wir mussten ja nur bis Dunkerque und das waren ab französischer Grenze gerade mal 30 KM.
Um kurz nach eins waren wir am Fährterminal, noch gut in der Zeit.
In der Schlange zur Fähre
Um 2 Uhr ging alles reibungslos auf die Fähre und das Auto konnte sich erst mal ausruhen.
An Bord haben wir uns dann das erste, klassisch englische Essen gegönnt, Fish & Chips und Chicken Curry mit Blick auf die stürmische See, herrlich. Und irgendwann kommen dann auch dei Felsen von Dover in Sicht.
Um 15:30 Uhr Londoner Zeit sind wir dann endlich in England angekommen. Jetzt hatten wir nur noch läppische 200 KM bzw. 130 Meilen vor uns. Besonders der Seitenwind macht unserem Autochen zu schaffen, aber irgendwann war auch das überstanden. Unser Navi bestand noch darauf uns quer durch London zu lotsen, obwohl gerade in London eine Radsportveranstaltung stattfand und wir deshalb aberwitzige Umwege fahren mussten, aber dafür haben wir auch noch die Prince Albert Bridge überquert. Super Brücke:
Prince Albert Bridge
Antja hat uns immer wieder mal informiert, dass ihr Flugzeug Verspätung hatte und so waren wir dann die ersten, die im Hotel an der Kew Bridge ankamen. Ich bin dann noch nach Heathrow gefahren, um Antja abzuholen und so gegen 7 Uhr waren wir dann wieder vereint.

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